Zitate



aus Der Kleine Prinz - Die Kraft der Worte oder Fantasie


"Als ich sechs Jahre alt war, sah ich einmal in einem Buch über den Urwald ein prächtiges Bild. Es stellte eine
Riesenschlange dar, die ein Wildtier verschlungen hatte. Ich habe damals viel über die Abenteuer des Dschungels
nachgedacht und vollendete mit einem Farbstift meine erste Zeichnung. Sie sah so aus:
Pilot zeigt dem Publikum das Bild von der Riesenschlange
Ich habe den großen Leuten mein Meisterwerk gezeigt – so wie Ihnen jetzt – und sie gefragt, ob ihnen meine
Zeichnung nicht Angst mache. Sie haben nur geantwortet: „Warum sollen wir vor einem Hut Angst haben?“ (Stimme
aus dem Hintergrund)
Mein Zeichnung stellte aber keinen Hut dar, sondern eine Riesenschlange, die einen Elefanten verdaut. Ich habe dann
das Innere der Boa gezeichnet, um es den großen Leuten zu verdeutlichen. Sie brauchen ja immer Erklärungen. Hier
meine Zeichnung Nummer 2:
Pilot zeigt dem Publikum das Bild vom Elefanten im Inneren der Schlange
Die großen Leute haben mir geraten, mit den Zeichnungen von offenen oder geschlossenen Riesenschlangen
aufzuhören und mich mehr für Geografie, Geschichte, Rechnen und Grammatik zu interessieren. So kam es, dass ich
eine großartige Laufbahn als Maler bereits mit sechs Jahren aufgab.. "


Montag, 9. Februar 2015

Psychiater Theater - Satire

Psychiater Theater - 02/2015
Sketch


Ein Mann mit Brille, Psychiater, sitzt vor einem Schreibtisch voller Eukalyptusbonbons. Da liegen noch andere Naschipackungen und andere echte Medikamente.
Vor dem Schreibtisch sitzt ein entmutigter verunsicherter Mann, der Patient.

Patient | Schreibtisch | Doktor

             Publikum

A: 
Mir geht's sooo scheisse.

B:
Haha. Das ist mir soooo scheissegal.

A:
Ja hören Sie mal. Sie sind doch der Psychologe.

B:
Ich bin Psychiater. Arzt. Der mit dem Doktortitel.  Aber so geht unser Gespräch schon mal gut los, was?! 

A:
Aha. Also Sie sind Psychiater.

B:
Haha.
Und das glauben ausgerechnet Sie, der im Kopf nicht ganz klar ist.
(Pause)
Eigentlich bin ich ein Koalabär.

A:
Es gibt keine sprechenden Koalas mit Brille.

B:
Was Sie schon denken. In Ihrer Einbildung ja anscheinend schon.

A:
Jetzt hören Sie auf, Koala zu sein, und helfen mir!
Ich halte die Welt nicht mehr aus.
Die Menschen, und alles, was sie interessiert.

B:
Hier ein Eukalyptusbonbon.

A:
Danke. Jam Jam.

B:
War das vergiftet?

A:
Nein. Ich bin Psychiater.

B:
Ja, ja, die Zerstörung des Regenwaldes find ich auch nicht OK.
Aber Ihrer Terrorgruppe zur Entmenschlichung der Erde möchte ich trotzdem nicht beitreten.

A:
Waa-haas?

B:
Es sieht doch selbst der blödeste Maulwurf, dass Sie nicht krank sind, sondern nur einen Vorwand suchen, Ihre Artgenossen loszuwerden!

A:
Das habe ich mir so nicht vorgestellt.

B:
Ach nein? Sie Widerling!
Es ist doch sonnenklar, dass Sie die alleinige Herrschaft über den ganzen Planeten haben wollen!
Oh nein. Und am Ende rotten Sie dann meine Familie in Australien aus.
Igitt, Igitt.
Und am Ende züchten Sie sich auch noch selbst.

A:
Wie soll ich mich bitte alleine fortpflanzen?

B:
Keine Ahnung. Wer so krank ist wie Sie, dem traue ich alles zu.

(Pause)

A:
Nein nein.
Ich will, dass es allen gut geht.
Und Freiheit und Liebe.
Uuuuund -Wahrheit.

B:
Ja, huch.
Und weil Sie das in der Welt nicht finden, dachten Sie also, Sie könnten das bei einem putzigen Koala wie mir einfach abholen?

A:
Nein. Ausserdem habe ich mir Koalas immer ganz anders vorgestellt. Haariger.

B:
Gilette-Rasur.
Einfache Frage: Brauchen Sie Hilfe?

A:
Ja.

B:
Gut.
Wie kann ich Ihnen helfen?

A:
Wenn ich das wüsste, wie mir zu helfen ist, hätte ich mir selber geholfen.
Ich habe auch nichts Großes von diesem Besuch hier erwartet.

B:
Möchten Sie noch ein Neuroleptikum?

A:
Ein Neuro was?

B:
Noch son leckeres Bonbon.
Die sind verdammt lecker.
Eigenproduktion.
Verträge mit meiner Familienfirma in Australien.

A:
Da hätte ich mir auch ne Naschitüte kaufen können.
Dann hätte sich die alte Oma auch mal wieder gefreut.

B:
Wer sagt, dass die alte Oma alt ist, nur weil sie alt scheint?
Und dass sie sich über ihre Mordsgedanken freut?
(Pause)

Na na,
wer weiß, welchen Kindern in Afrika diese Naschitüten geklaut worden sind.
Mit diesen grünen Eukalyptus Bonbons tun Sie meiner Familie und natürlich Ihrem verwirrten Geist einen Gefallen.
Der 2. ist auch noch gebührenfrei.

A:
Geben Sie schon her den Bonbon.
Wie heißt denn Ihre Frau?

B:
Ääh. 
(Pause)
Das Bonbon. 
Es heißt "das Bonbon".

A:
Google sagt, "das und der Bonbon stimmt beides".

B:
Ähhm..
Uuuund - Süüüüüßee -
heißt meine Frau.
(Pause)
Wer sind Sie eigentlich.

A:
Ich bin Alfred.

B:
Interessant.
(Pause)
Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen Alfred, dass ich schon bessere Gesprächspartner hatte.
Letztens einer, der so Stimmen hörte, er solle doch endlich die Spülmaschine ausräumen. Selbst nachts. Der gute Mann war sehr verzweifelt. Weder hatte die Spülmaschine fertig gespült noch hatte er eine. Das Verrückte daran war ja, die Stimmen kamen von innen! 
Und jetzt kommen Sie. Alfred.
So ganz undramatisch.
Und entdecken normale Dinge des Lebens als ach ihre Probleme.
Ich bitte Sie, als hätte man nicht spätestens 1780 merken können, wohin dieses ganze Denken über dies und jenes führen könnte.
Der eine denkt an Gerechtigkeit, der eine an Demokratie und dann sind da dichte Denker, die übers Denken nachdenken, die kein Gesunder versteht.
Alfred. Was ich Ihnen sagen will, die Krankheit Denken, die haben Sie nicht erfunden. 
Aber wissen Sie was?

A:
Ich verlasse mich ungern auf mein Wissen.

B:
Ja hören Sie endlich auf zu denken!
Werden Sie ein Koala!

Vorhang.

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