Zitate



aus Der Kleine Prinz - Die Kraft der Worte oder Fantasie


"Als ich sechs Jahre alt war, sah ich einmal in einem Buch über den Urwald ein prächtiges Bild. Es stellte eine
Riesenschlange dar, die ein Wildtier verschlungen hatte. Ich habe damals viel über die Abenteuer des Dschungels
nachgedacht und vollendete mit einem Farbstift meine erste Zeichnung. Sie sah so aus:
Pilot zeigt dem Publikum das Bild von der Riesenschlange
Ich habe den großen Leuten mein Meisterwerk gezeigt – so wie Ihnen jetzt – und sie gefragt, ob ihnen meine
Zeichnung nicht Angst mache. Sie haben nur geantwortet: „Warum sollen wir vor einem Hut Angst haben?“ (Stimme
aus dem Hintergrund)
Mein Zeichnung stellte aber keinen Hut dar, sondern eine Riesenschlange, die einen Elefanten verdaut. Ich habe dann
das Innere der Boa gezeichnet, um es den großen Leuten zu verdeutlichen. Sie brauchen ja immer Erklärungen. Hier
meine Zeichnung Nummer 2:
Pilot zeigt dem Publikum das Bild vom Elefanten im Inneren der Schlange
Die großen Leute haben mir geraten, mit den Zeichnungen von offenen oder geschlossenen Riesenschlangen
aufzuhören und mich mehr für Geografie, Geschichte, Rechnen und Grammatik zu interessieren. So kam es, dass ich
eine großartige Laufbahn als Maler bereits mit sechs Jahren aufgab.. "


Freitag, 13. November 2015

Freitag - der DREIZEHNTE o.O

Herrn  K. s  Freitag der 13.

Herr K.  möchte zur Arbeit fahren.
Aber ein fremder Mann wartet an seinem Auto.
„Na, na, na, na, na! Wir wollen doch nicht etwa zur Arbeit fahren.
Haben Sie mal auf den Kalender geschaut?“ ,sagt der Fremde.
Herr K.  weiß genau, dass Freitag, der 13. Ist, aber er ist nicht abergläubig.
„Es ist Freitag, der 13. Ich weiß schon. Ich muss zur Arbeit.“ ,sagt Herr K..
Darauf sagt der Fremde: „Freitag, der 13. Ist Unglückstag. Das weiß man doch. Alle Leute wissen das und bleiben diesen Tag zu Hause. Wollen Sie Ihr Leben riskieren? Wollen  Sie da eine Ausnahme machen? Die Statistik zeigt, dass das Unfallrisiko für Freitag, den 13., nicht ausgeschlossen ist. Benutzen Sie Ihren Verstand und bleiben Sie zu Hause.“
„Was liegt Ihnen denn so daran, dass ich heute zu Hause bleibe? Kann Ihnen das nicht egal sein? Sie kennen mich doch gar nicht.“ ,antwortet Herr K..
„Herr K., ich bitte Sie, als Mensch zu Mensch, es ist mir meine Pflicht um das Wohl anderer Gedanken zu machen. Ich erlebe Sie gerade als unvernünftigen, uneinsichtigen Dickkopf. Das Auto rührt sich hier nicht vom Fleck. Basta!“
Der Fremde macht es sich auf der Motorhaube bequem und verschränkt die Arme.
„Lassen Sie das, please.“ ,fleht Herr K..
„Nö!“ ,sagt der Fremde und guckt weg.
„Wissen Sie was, Herr K.. Irgendwas läuft doch komplett nicht ganz richtig bei Ihnen. Diese Arbeit macht sicher keinen Spaß und noch dazu wollen sie bereitwillig Ihr Leben aufs Spiel setzen. Das ist entgegen aller Logik und absolut absurd. Eigentlich müsste ich Sie einweisen lassen.
Herr K. schlägt die Hände über dem Kopf zusammen.
„Na gut, Sie haben gewonnen. Ich bleibe zu Hause.“
„Na geht doch“ ,denkt der Fremde und bleibt auf dem Auto sitzen.
Gut, dass Herr K. die Allmacht des Schicksals des Freitags, den 13. ,eingesehen hat.
Denn gerade, als er in sein Zimmer zurückkehrt, muss er feststellen, dass sein Ofen noch brennt. Mit Brötchen drin. Wäre er zur Arbeit gefahren, wäre vielleicht das Haus abgebrannt.

Oder vielleicht hätte er eine Katze angefahren. Oder ein Reh. 

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